GROSSBURGWEDEL. Das Autojahr 2018 sei in Niedersachsen zahlenmäßig negativ abgeschlossen worden. Die Pkw-Neuzulassungen hätten zwar lediglich um 1,9 Prozent „trotz vielfältiger Marktverwerfungen“ auf 351.474 Verkäufe verloren, doch die Qualität der Geschäfte sei unbefriedigend, sagte Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen zu den aktuellen KBA-Länderstatistiken. Wörtlich heißt es: „Lieferprobleme durch den neuen Standard WLTP, Diesel-Verkaufsprämien und ein durch die Fahrverbots-Diskussionen belastetes Konsumklima haben zu einem turbulenten Autojahr geführt“.

Dem bundesweiten negativen Trend habe sich der Pkw-Markt im Dezember nicht entziehen können. Das Monatsergebnis sei zudem von starken Sondereinflüssen geprägt worden. Um 14 Prozent sei das Dezember-Ergebnis auf 23.777 (Vorjahr: 27.652) Erstzulassungen gesunken. Die Diesel-Talfahrt sei wie im November von zweistelligen Steigerungen unterbrochen worden. Im Dezember habe es ein Plus von 13,1 Prozent auf 10.037 (Vorjahr: 8.873) Verkäufe gegeben. 12.668 neue Benziner seien erstmals zugelassen worden. Dies sei ein Minus von 28 Prozent. 1.070 (Vorjahr: 1.174) Neuwagen mit alternativen Antrieben stünden zudem in der Monats-Bilanz.

Im Gegensatz zum gewerblichen Geschäft und den Eigenzulassungen der Hersteller und des Handels habe der Privatmarkt das 2018er-Ergebnis überbieten können. Vor allem die zu Beginn des Jahres ausgelobten Dieselprämien hätten die Nachfrage der Endverbraucher angekurbelt, sagte Bley. Am Ende stünde ein Zuwachs von rund zwei Prozent auf etwa 102.000 Einheiten.

Der Rückgang im Jahresergebnis resultiere aus den hohen zweistelligen Verlusten beim Diesel, minus 14,5 Prozent auf 116.130 Erstzulassungen habe es gegeben. Beim Benziner stehe eine Steigerung von 4,2 Prozent auf 220.332 Neuzulassungen in der Jahresbilanz. 3.031 (Vorjahr: 2.229) Elektro-Pkw seien erstmals zugelassen worden.

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