Foto: Grundschule Lüne

LÜNEBURG. Zu den üblichen Vorbereitungen jedes großen Bauvorhabens bei der Hansestadt Lüneburg gehöre nach eigenen Angaben die Erstellung eines so genannten Schadstoffkatasters. So auch an der Grundschule Lüne, die voraussichtlich ab 2021 zur Ganztagsschule erweitert werden soll. Anfang April haben Gutachter vom beauftragten Sachverständigenbüro AB Dr. A. Berg GmbH mehr als 100 Materialproben vor Ort genommen. Die Auswertung laufe noch, voraussichtlich am Montag liegen erste Ergebnisse vor.

Die systematische Erfassung sei Grundlage, um später, beim Bau, verschiedene Bau- und Schadstoffe sauber trennen und fachgerecht entsorgen zu können. Am Montag, 20. Mai, 20 Uhr, lädt die Hansestadt Eltern und Kollegium der Grundschule Lüne ein, um über das Verfahren zu informieren und, soweit bereits möglich, Ergebnisse der Materialproben vorzustellen sowie offene Fragen zu beantworten.

Die einzigen Arbeiten, die an der Grundschule Lüne zuletzt gelaufen seien, waren
– die Beprobung (abgeschlossen) und laufende Auswertung als Vorbereitung für die geplanten Bauarbeiten,
– die Verlegung von Kabeln für die Not- und Sicherheitsbeleuchtung sowie den Hausalarm – eine Vorgabe des Brandschutzes.
Diese Arbeiten für den Brandschutz pausieren aktuell vorsorglich. Damit komme die Hansestadt den Wünschen von Eltern entgegen, die sich wegen der Bohrlöcher in den Wänden mit Hinblick auf die Schadstoffuntersuchungen sorgen.

Am Montag werde es die Möglichkeit geben, alle offenen Fragen und Sorgen in Lüne miteinander zu besprechen, bevor es weiter geht. Mit dabei ist neben Vertretern der städtischen Schul- und Bauverwaltung auch der Sachverständige Dr. Alexander Berg.

Was in Lüne weiter geplant ist (alle Angaben Stadt Lüneburg):

Die Grundschule Lüne soll gründlich umgebaut, saniert und erweitert werden für den angestrebten Ganztagsschulbetrieb mit fünf Zügen (bisher vier). Entstehen sollen eine Mensa und zusätzliche Klassen-, Gruppen-, Fachunterrichts- und Ganztagsschulräume. Plan ist es, den Mitteltrakt der Schule abzureißen und neuzubauen. Damit die Kinder während der Bauphase möglichst ungestört von Baustaub und -lärm weiter lernen können, baut lässt die Hansestadt noch in diesem Jahr auf dem Vorplatz ein mobiles Ausweichquartier aufbauen (Kosten für die Mobilbauanlage: 700.000 Euro) mit fünf Unterrichtsräumen, zwei großen Gruppenräumen, Personalräumen, sanitären Anlagen und Abstellraum. Vormittags steht die Anlage für den Unterricht zur Verfügung, nachmittags für den Hort. Insgesamt umfasst das Bauprojekt, Teil des Bildungs- und Infrastrukturpakets II, Investitionen in Höhe von 6 Mio. Euro. Das und mehr ist vorgestellt worden in der gemeinsamen Sitzung von Bau- und Schulausschuss der Hansestadt (10. Mai 2019). Es gab einen mehrheitlichen Beschluss so zu verfahren.

Zu allen Bauvorhaben gibt es auch regelmäßige Sitzungen in (schulinternen) Schulbauausschüssen. Dort war der aktuell Stand zuletzt am 7. Mai 2019 Thema.

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