Foto: Hansestadt Lüneburg

LÜNEBURG. Mitten im sonst so tadellos gemähten Kurpark herrscht auf mehreren kreisrunden Flecken Wildwuchs – es wuchert, sprießt und blüht ungebremst in alle Richtungen. Eine vergessene Fläche? Ein Versäumnis? So mancher Lüneburger stolpert über die wilden Flächen im Stadtgebiet, weiß Oliver-Martin Freese, Leiter des Bereichs Stadtgrün bei der Abwasser, Grün & Lüneburger Service GmbH (AGL). „Das sorgt oft für Irritationen, weil es aussieht, als ob wir uns nicht kümmern würden.“

Das Gegenteil ist aber ist der Fall. Denn gemeinsam mit dem NABU und dem BUND haben AGL und die Hansestadt Lüneburg entschieden, dort wo es möglich ist, verstärkt extensive Flächen im Stadtgebiet einzurichten sowie wilde Blühwiesen anzulegen. „Damit wollen wir zusätzlichen Lebensraum schaffen für Insekten“, erklärt Freese. Denn viele Arten seien auch deshalb vom Aussterben bedroht, weil es ihnen in aufgeräumten Parks und Gärten an Nahrungsmöglichkeiten fehlt.

„Jetzt, wo es trocken ist und viele Blumen auch schon verblüht sind, finden viele Bürger die wilden Flächen nicht schön“, weiß Freese. Er wirbt dennoch für Verständnis und für den Naturschutzgedanken, der dahinter steht. Denn die späte Mahd komme nicht nur den Insekten sondern auch der Entwicklung und Vermehrung vieler Wildblumen zugute. Spätestens im Oktober oder November werden die Wildflächen dann aber doch gemäht.

Damit der Wildwuchs bis dahin aber nicht länger für Erstaunen sorgt, stellt die AGL jetzt überall im Stadtgebiet entsprechende Hinweisschilder auf. Diese erklären dem Betrachter kurz und knapp die wahre Bestimmung der vermeintlich vergessenen Flächen.

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