Bund unterstützt Lüneburger Modellprojekte mit 1.174.000 Euro

Politik Von Extern | am Mi., 09.06.2021 - 14:49

LÜNEBURG. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Eckhard Pols sowie die SPD-Bundestagsabgeordnete Hiltrud Lotze haben gute Nachrichten aus Berlin: Die Projekte „Grün verschafft sich Raum“ in Lüneburg werden mit 400.000 Euro und „Lüneburg Wienebüttler Weg“ in Lüneburg mit 774.000 Euro durch das Modellprojekt zur Klimaanpassung und Modernisierung in urbanen und ländlichen Räumen gefördert. Beide Konzepte konnten zunächst die Fachgruppe im Bundesinnenministerium überzeugen und heute hat auch der Haushaltsausschuss die finale Förderzusage gegeben.

Pols freut sich sehr über die Zusage, auch weil er sich für beide Projekte bei seinen Fraktionskollegen im Haushaltsausschuss stark gemacht hatte. Das Projekt „Lüneburg Wienebüttler Weg“ wurde von der Abwasser, Grün & Lüneburger Service GmbH (AGL), einem Unternehmen der Hansestadt Lüneburg und mit den kommunalen und nichtkommunalen Dienstleistungen, auch der Daseinsfürsorge, betraut, eingereicht. Um auf die Veränderungen des Stadtklimas langfristig und konzeptionell zu reagieren, plant die AGL zukünftig ein ingenieurtechnische, intelligente Vernetzung und Steuerung von Anlagen zur Regenwasserrückhaltung und der Anlagen zur technischen Bewässerung von Stadtgrünflächen. Damit sollen zum einen Niederschlagswässer in Baugebieten, auch zur Grundwasserneubildung, belassen und abgeleitet werden und zum anderen die technischen Bewässerungsanlagen die Stadtgrünflächen mit ihren Neuanpflanzungen, mit ausreichend Wasser versorgen. Auch wirtschaftliche Aspekte zur Optimierungen der Aufwendungen in der Stadtgrünpflege stehen im Fokus der Planungen.

Mit dem Projekt „Grün verschafft sich Raum - der Kreideberg wird grün“ erhält ein zweites Projekt aus der Hansestadt Lüneburg die vollständig beantragte Fördersumme vom Bund. Das Ziel des Projektes ist es, den Thorner Markt und den Ostpreußenring durch grüne Aufenthaltszonen aufzuwerten. Durch gezielte Vernetzungen von Grünstrukturen sollen Grünwege in die Innenstadt und zu den Naherholungsgebieten am Stadtrand geschaffen werden. „Mit den Förderzusagen können zwei innovative und nachhaltige Projekte gefördert werden. Es freut mich ganz besonders, dass es geklappt hat, da die Projektverantwortlichen mit viel Energie und Ideenreichtum in die Planungen gegangen sind“, so Pols. „Ich finde es wichtig, dass wir entsprechende Projekte fördern. Denn klar ist auch, mit Verboten allein können wir dem Klimawandel nicht begegnen, sondern hier bedarf es vor allem innovativer Ideen und Gestaltungsansätzen.“ Die Förderung der Modellprojekte erfolgt in der Regel durch eine nicht rückzahlbare Zuwendung in der Höhe von bis zu 90 % der zuwendungsfähigen Ausgaben bzw. Kosten, der Mitfinanzierungsanteil liegt bei mindestens 10 %. „Natürlich freue ich mich, dass beide Projekte die vollen 90 Prozent Fördermittel erhalten haben, damit kann nun hoffentlich schnell mit den Umsetzungen begonnen werden“, sagt Pols abschließend.

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Hiltrud Lotze sagt dazu: „Mit den ausgewählten Projekten fördert der Bund zwei innovative Vorhaben und macht Lüneburg stark für die Zukunft. Der Klimawandel stellt unsere Städte und Gemeinden vor große Herausforderungen. Das sind manchmal ganz profane Dinge, zum Beispiel die Frage, wie öffentliche Grünanlagen mit Bäumen und Beeten möglichst ressourcenschonend bewässert werden können. Hier will die Hansestadt ein Pilotprojekt starten, für dessen Finanzierung ich mich in Berlin erfolgreich eingesetzt habe. Außerdem gibt es Geld für neue Grünflächen und einen Spielplatz im Stadtteil Kreideberg. Für die Menschen vor Ort ist das ein sehr konkreter Zugewinn an Lebensqualität, darüber freue ich mich sehr.“

Das „Sonderprogramm zur Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“ ist ein im Bundesinnenministerium angesiedeltes Förderprogramm. Städte und Gemeinden konnten sich für die Finanzierung beispielgebender Projekte bewerben, die öffentlich zugängliche Grün- und Freiräume wie Parks und Gärten erhalten und entwickeln – und damit zu Klimaschutz und Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel beitragen.