CDU fordert Klarheit bei der Arena Lüneburger Land

Politik Von Redaktion | am Fr., 07.06.2019 - 15:54

LÜNEBURG. Der Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes Lüneburg, Felix Petersen, fordert Landrat Manfred Nahrstedt auf, endlich konkrete Vorschläge für eine Kostenreduzierung sowie einen verlässlichen Finanzplan für die Arena Lüneburger Land vorzulegen. „Das ganze Projekt hängt in der Luft, weil durch die bekanntgewordene Kostensteigerung die Frage der Notwendigkeit eines Nachtragshaushaltes im Raum steht. So lange nicht klar ist, wie viel die Arena mehr kosten wird und wie das bezahlt werden soll, ist der Weiterbau gefährdet“, erklärt Petersen.

In der Kreistagssitzung am 6. Mai 2019 hatte Landrat Nahrstedt eingeräumt, dass die Vorlage zum Bau der Arena Lüneburger Land, über die der Kreistag am 17. Dezember 2018 beschlossen hatte, fehlerhaft war, und sich dafür entschuldigt. Gleichzeitig kündigte er an, dem Kreistag zeitnah verlässliche Pläne über den Kostenrahmen sowie mögliche Einsparmöglichkeiten vorzulegen.

„Trotz der Ankündigung in der letzten Kreistagssitzung ist der Landrat bisher die Antwort auf die Frage schuldig geblieben, wie er die Kostensteigerungen in den Griff bekommen möchte, beziehungsweise wo das Geld für den Weiterbau der Arena herkommen soll. Je länger diese Fragen unbeantwortet bleiben, desto mehr steigt das Risiko, dass es zu einem weiteren Verzug beim Bau der Arena kommt“, erklärt Petersen und verweist darauf, dass im Kreishaushalt kaum Spielraum sei, um die Mehrkosten aus dem laufenden Haushalt zu decken.

Petersen weiter: „Es ist absolut unverständlich, warum der Landrat wiederholt Aufklärung und Antworten ankündigt und nicht liefert. Es drängt sich so langsam der Eindruck auf, dass das Thema bewusst über die Stichwahl am 16. Juni gerettet werden soll, um danach einfach an der bisherigen Planung festzuhalten und das entstandene Finanzloch durch neue Schulden zu stopfen“.

Petersen fordert, dass die Kreisverwaltung mit den korrigierten Planungen den Vorgaben entspricht, die der Kreistag einmal beschlossen hat. „In der Kreistagssitzung am 23. April 2018 in Bleckede hat der Kreistag seine Anforderungen an eine Arena definiert und festgehalten, dass die Arena dem Spitzen- und Breitensport dienen und daneben auch für Eventveranstaltungen zur Verfügung stehen soll. Bei der Ausstattung der Arena muss daher auf diese Zwecke Rücksicht genommen werden. Nicht zuletzt müsse auch der Breitensport möglich sein und dürfe durch Eventveranstaltungen und eine nicht-breitensporttaugliche Ausstattung der Halle nicht an den Rand gedrängt werden. Mehraufwendungen für den Eventbereich sind daher vorrangig kritisch zu hinterfragen“, verdeutlicht Petersen.

Abschließend unterstreicht der Kreisverbandsvorsitzende noch einmal, dass er nun ein glaubhaftes Handeln von der SPD-geführten Verwaltungsleitung erwartet: „Die ganze Affäre um die Kostensteigerung der Arena Lüneburger Land hat viel Glaubwürdigkeit gekostet. Es liegt zuallererst beim Landrat, dieses Vertrauen wiederherzustellen. Dazu muss er nun endlich Ergebnisse liefern. Insbesondere auch vor dem Hintergrund des jüngst bekanntgewordenen Schreibens des Landkreises an das Innenministerium in Hannover, in dem der Landrat seine eigene Entschuldigung aus der letzten Kreistagssitzung quasi zurücknimmt, wirken seine Bemühungen nur halbherzig und nicht wirklich ernstgemeint“.