Corona-Variante B.1.1.7 laut neuer Studien nicht tödlicher

Medizin Von Redaktion | am Di., 13.04.2021 - 12:35

Die britische Variante des Coronavirus soll zwei Studien zufolge nicht wie bisher behauptet zu schwereren Covid-19-Erkrankungen führen als andere Mutanten. Die heute veröffentlichten Forschungsergebnisse bestätigen hingegen, dass die Variante B.1.1.7 um bis zu 1,35 mal höher ansteckender sei als die Ursprungsvariante des Coronavirus. Bisher wurde verbreitet, die Mutante sei nicht nur leichter übertragbar, sondern könne auch zu einer höheren Sterblichkeit führen.

Die beiden separaten Studien wurden in den Fachmagazinen "The Lancet Infectious Diseases" und "The Lancet Public Health" veröffentlicht. Dort wurden keine Beweise dafür gefunden, dass Menschen mit dieser Mutante schwerere Symptome entwickeln oder ein höheres Risiko langwieriger Covid-19-Erkrankungen tragen. Laut Studiendaten waren PatientInnen mit der britischen Variante tendenziell jünger.

Drei Wissenschaftler des Nationalen Zentrums für Infektionskrankheiten in Singapur, die nicht an den Studien beteiligt waren, erklärten, dass sei drei früheren Untersuchungen widerspreche, denen zufolge die britische Variante tödlicher sei. Vorteil der aktuellen Studie sei jedoch, dass sie sich auf "die Sequenzierung ganzer Genome und eine große Bandbreite an Patienten und Krankheitsfällen stütze", so die Wissenschaftler. Die Ergebnisse müssten ihrer Ansicht nach durch "umfassendere Untersuchungen" bestätigt werden.

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