IGS-Embsen könnte Pilotprojekt für nachhaltiges Bauen werden

Politik Von Extern | am Fr., 05.02.2021 - 10:34

LÜNEBURG. Die Bau- und Ausstattungsstandards für die kreiseigenen Schulen des Landkreises Lüneburg wurden im Laufe der Jahre immer wieder erneuert und bieten neben den pädagogischen Ansätzen auch einen sehr guten ökologischen Ansatz, berichtet die Gruppe SPD/Bolmerg. Der Einsatz von LED-Lichttechnik, Lüftungstechnik, stromsparenden Anlagen, guter Isolierung aber auch Gründächer oder Fahrradabstellplätze seien berücksichtigt worden. „Nun gilt es zu schauen, was nachjustiert werden muss, um die Grundsätze einer konsequenten Kreislaufwirtschaft bei geplanten Sanierungen und Neubauten zu verfolgen und die Idee und das Prinzip von „Cradle to Cradle“ in die die Bau- und Ausstattungsstandards zu implementieren.,“ erklärt Franz-Josef Kamp, Vorsitzender der Gruppe SPD/Bolmerg.

Nach dem Brand an der IGS Embsen wurde im Hochbauausschuss eine Skizze für den Wiederaufbau der abgebrannten Sporthalle mit den nötigen sanitären Anlagen und einer Erweiterung der Schule dargelegt. Dabei sollen die Cluster der Gesamtschule besser ausgestaltet und der Unterricht Darstellendes Spiel und Musik im Neubau konzentriert werden. „Hier bietet sich nun eine gute Gelegenheit, diesen Neubau als Pilotprojekt des Landkreises für nachhaltiges Bauen auszugestalten. Schon bei der Planung sollte auf nachhaltige Baustoffe, Materialgesundheit und wiederverwendbare Materialien aber auch auf den Verantwortungsvollen Umgang mit Wasser geachtet werden,“ so Kamp.

Dazu hat die Gruppe SPD/Bolmerg einen Antrag gestellt, der im Hochbauausschuss des Landkreises am 17. Februar diskutiert werden soll.

Das Prinzip „Cradle to Cradle“:

„Cradle to Cradle“ bedeutet in etwa von der Wiege zur Wiege. Es geht um nachhaltigen Umgang mit Ressourcen, sodass im besten Fall kein Müll entsteht, sondern alles zu hundert Prozent wiederverwendet werden kann.