Arena: Kreisverwaltung informiert Abgeordnete über Betriebsmodelle

Politik Von Extern | am So., 02.02.2020 - 18:33

SCHARNEBECK. Attraktive Veranstaltungen, große Feiern und hochkarätiger Sport sollen ab 2021 Platz in der Arena Lüneburger Land finden – das ist das Ziel. Bei einer gemeinsamen Sitzung der Kreistagsfraktionen vorgestern Nachmittag in der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Scharnebeck informierte die Kreisverwaltung die Abgeordneten über eine Alternative zum bisherigen Vertragsmodell. Anstatt den Betrieb komplett in die Hände eines Unternehmens zu legen – wie bisher vorgesehen und auch vertraglich festgehalten –, könnte der Landkreis Lüneburg eine eigene Betriebsgesellschaft gründen. Dadurch wäre der Vorsteuerabzug und damit eine Kostensenkung bei Bau und Betrieb möglich, allerdings fielen dafür an anderer Stelle Kosten an. 

Eine bedeutende Entscheidung, die der Kreistag genau abwägen muss: „Mir war es wichtig, die Fraktionen heute gemeinsam mit dem Projektsteuerer umfassend zu informieren“, sagt Landrat Jens Böther. „Mein Eindruck: Die Vorteile des neuen Modells wurden ganz überwiegend erkannt.“ Einen Beschluss könnte der Kreistag in seiner nächsten Sitzung am 24. Februar 2020 treffen. „Bis dahin haben wir Zeit, alle offenen Fragen zu klären“, sagt Kreisrätin Sigrid Vossers, die für die Vertragsangelegenheiten rund um den Arena-Betrieb verantwortlich ist. „Das muss sauber vorbereitet werden.“

Sollte sich der Kreistag für das neue Modell entscheiden, müsste der gültige Vertrag aufgelöst, eine Betriebsgesellschaft eingerichtet und die Dienstleistung neu ausgeschrieben werden. „Wir als Landkreis wollen weder für den Verkauf der Bratwürste noch für die Showstars sorgen“, so Landrat Jens Böther. 

Das Ziel: Im Mai 2020 soll das neue Betriebsmodell stehen, damit alle Beteiligten Planungssicherheit erhalten und der Betrieb der Veranstaltungshalle rechtzeitig starten kann.