Kreisverwaltung informierte im Schulausschuss über Umsetzung des Digitalpakts

Politik Von Extern | am Di., 22.09.2020 - 19:53

LÜNEBURG. Dauerhaft digital im Klassenraum unterwegs: Für dieses Vorhaben stehen dem Landkreis Lüneburg und seinen Schulen eigenen Angaben zufolge rund 5,4 Millionen Euro Fördergeld aus dem niedersächsischen Digitalpakt zur Verfügung. Vergangene Woche wurde dem Schulausschuss ein Zwischenstand präsentiert, wie die Zuschüsse aktuell verwendet werden. Das Ergebnis: Viele Schulen in der Region nutzen demnach den Digitalpakt, um die notwendige Infrastruktur auszubauen. Anfang des kommenden Jahres möchte die Verwaltung die ersten Bildungseinrichtungen mit Präsentationsgeräten wie Panels und Beamern für den Unterricht ausstatten.

Alle Schulen im Landkreis Lüneburg seien bereits mit schnellem Internet versorgt, jetzt gehe es an den Feinschliff. Denn flächendeckendes W-LAN haben bis jetzt nur wenige Bildungseinrichtungen, einzelne Unterrichtsräume haben noch keinen Internetzugang, so der Landkreis. Auch die notwendigen Elektroarbeiten seien zwar schon in einigen Schulen abgeschlossen, an anderer Stelle gebe es aber noch Nachholbedarf. „Unsere Gebäudewirtschaft, unsere IT und der Fachdienst Schule stimmen das weitere Vorgehen für die jeweiligen Schulen regelmäßig ab“, erklärt Freia Srugis, Fachdienstleiterin Schule beim Landkreis Lüneburg. „Bis Ende des Jahres machen wir noch eine finale Bestandsaufnahme. Das heißt: Was ist noch zu tun? Wo brauchen Räume noch Anschlüsse oder Steckdosen? Wo wird noch ein Access Point für das Internet benötigt?“ Sind diese Arbeiten abgeschlossen, können auch die Präsentationsgeräte gekauft und in den Schulen installiert werden, das soll voraussichtlich im Frühjahr 2021 geschehen.

„Wir wollen alle Schulen mit den gleichen Geräten ausstatten“, fasst Freia Srugis zusammen. „Damit diese sinnvoll genutzt werden können, ist es aber wichtig, dass wir vorher die besten Voraussetzungen schaffen.“ Der Digitalpakt ist bewusst auf mehrere Jahre ausgelegt. Die erforderlichen Maßnahmen zur Digitalisierung sind in einer vorgegebenen Reihenfolge abzuarbeiten. „Sollte dabei etwas übersehen werden, kann das im Nachgang nicht mehr über den Digitalpakt finanziert werden. Auch deshalb gehen wir hier Schritt für Schritt vor“, sagt Freia Srugis. Dass viele Eltern sich schnellere Ergebnisse wünschen, ist der Kreisverwaltung durchaus bewusst. „Wir geben Gas“, betont Freia Srugis. „Wir wollen auch, dass alles schnellstmöglich vonstattengeht, möchten aber auch vernünftig handeln.“

Bereits jetzt sind alle Schulen im Landkreis an das Portal iServ angeschlossen. Damit werde ein sicherer E-Mail-Verkehr unter den Schülern und den Lehrkräften gewährleistet, auch digitaler Unterricht und Videokonferenzen seien über das Portal möglich.

Weitere Informationen und Unterlagen zu den Ausschüssen des Landkreises Lüneburg finden Interessierte unter www.landkreis-lueneburg.de/kreistag.