Landkreis treibt Ausbau der IGS Embsen voran

Gesellschaft Von Extern | am Fr., 27.11.2020 - 20:05

EMBSEN. Die Schule als aktiv gestalteter Lebensort: Dieses Gefühl möchte die Integrierte Gesamtschule Embsen (IGS) ihren Schülerinnen und Schülern in Zukunft noch stärker vermitteln. Im Juli 2020 hatte ein Brand die Sporthalle, Werkräume und Umkleidetrakte der Ganztagsschule zerstört, jetzt wird neben dem Wiederaufbau ein ergänzendes Raumkonzept umgesetzt. Das geht aus einem Bericht hervor, der dem Ausschuss für Hochbau und Energiesparmaßnahmen am Donnerstag vergangener Woche vorgelegt wurde. Bereits eine Woche zuvor hatte der Schulausschuss des Landkreises dem Vorhaben zugestimmt.

Der Wiederaufbau nach dem Brand bietet laut der Kreisverwaltung die Chance, die Raumsituation an der Schule zu verbessern: So fehlen der IGS Embsen aktuell noch drei allgemeine Unterrichtsräume. Zwei davon befinden sich derzeit in Containern, der dritte wird für die aufwachsende Oberstufe benötigt. Außerdem brauche die Schule weitere Räume für die Schulsozialarbeit, Förderschullehrkräfte, Naturwissenschaften sowie für Darstellendes Spiel. Letzteres soll künftig an der IGS als Abiturfach angeboten werden.

Ein erster Entwurf zeigt, wie dieser Raumbedarf gedeckt werden könnte: Angedacht ist beispielsweise, im Bereich der Brandruine neue Fachunterrichtsräume für die Sekundarstufe II zu schaffen. Allgemeine Unterrichtsräume könnten dann dort entstehen, wo sich momentan noch Räumlichkeiten für den Musik- oder den Naturwissenschaftsunterricht befinden. „Nach dem Wiederaufbau soll der Raum für Textiles Gestalten in den im Juli abgebrannten Musikraum ziehen. Drei Musikräume könnten dann im Bereich der ehemaligen Sporthalle entstehen“, skizziert Freia Srugis, Leiterin des Fachdienstes Schule und Kultur beim Landkreis. „Eine Probebühne in einem der Räume ist ebenfalls im Entwurf enthalten.“ Die Bühne könnte für kleinere Veranstaltungen genutzt werden, auch Darstellendes Spiel soll in dem Raum unterrichtet werden. Nach Abschluss der Bauarbeiten werden auch die Container vom Gelände der IGS Embsen entfernt.

Ebenfalls planen Schule und Verwaltung, mehr überdachte Aufenthaltsbereiche für die Pausen zu schaffen. Auch der Wiederaufbau einer neuen Zweifeldhalle mit dazugehörigen Umkleidekabinen soll möglichst schnell erfolgen. „Die neuen Umkleidebereiche für die bestehende Dreifeldhalle sollen unmittelbar an diese angrenzen“, erklärt die Fachdienstleiterin. Darüber hinaus gibt es bereits Ideen für den weiteren Ausbau der Schule. „Geplant ist, im Obergeschoss des Altbaus den aktuellen Raum für Textiles Gestalten als einen weiteren Unterrichtsraum für die Sekundarstufe II zu nutzen“, sagt Freia Srugis. „Zusätzlich wird ein Anbau an die Flure der Jahrgänge neun und zehn platziert, der unter anderem Lehrerstationen sowie einen Raum für eine Förderschullehrkraft enthalten soll.“ Auch für die Barrierefreiheit birgt der Anbau Vorteile: In das neue Treppenhaus wird ein Aufzug integriert, der den Zugang zu den Unterrichtsbereichen für gebehinderte Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte erleichtert.

Weitere Informationen zu den Ausschüssen gibt es im Internet unter www.landkreis-lueneburg.de/kreistag.