Schnelltests in Pflegeeinrichtungen: Landkreis verabschiedet Soldaten

Medizin Von Extern | am Do., 15.04.2021 - 18:01

LÜNEBURG. Sie standen bereit, als sie gebraucht wurden: Vierzehn Bundeswehrsoldaten des Lüneburger Aufklärungslehrbataillons 3 haben in den letzten zwei Monaten eine Vielzahl an Schnelltests in mehreren Alten- und Pflegeeinrichtungen in der Region durchgeführt. Heute verabschiedete Landrat Jens Böther sie mit einem kleinen Geschenk und bedankte sich damit herzlich für den Einsatz.

Fast 8.200 Schnelltest, pro Tag oft mehr als 100 Testungen: Für die vierzehn Bundeswehrsoldaten, die für den Landkreis Lüneburg in den vergangenen Wochen in Alten- und Pflegeeinrichtungen im Einsatz waren, gab es täglich eine Menge zu tun. „Wir wissen Ihren unermüdlichen Einsatz zu schätzen und sind froh, dass alles so reibungslos abgelaufen ist“, betonte Landrat Jens Böther. „Sie sind maßgeblich mitverantwortlich dafür, dass wir in der letzten Zeit keine Corona-Ausbrüche mehr in unseren Altenheimen hatten – dafür von meiner Seite ein großes Dankeschön.“

Für die Soldaten ist die Verabschiedung das Ende eines kurzfristig organisierten Einsatzes. Im Januar hatte der Landkreis Lüneburg an die Alten- und Pflegeheimen in der Region eine Abfrage verschickt. Ziel war es herauszufinden, welche Einrichtungen bei der Durchführung von Schnelltests durch die Bundeswehr unterstützt werden möchten. Nachdem die Ergebnisse vorlagen, hatte der Landkreis beim örtlichen Kreisverbindungskommando die sogenannte Amtshilfe beantragt. Bereits in der folgenden Woche schulten Gesundheitsamtleiterin Dr. Marion Wunderlich und Mitarbeiterin Anette Ziegler die Soldaten in der Theodor-Körner-Kaserne im Umgang mit Schnelltests. Noch am selben Tag traten sie ihren Dienst in den Heimen an. Dort fühlten sich die Soldaten von Mitarbeitenden, Bewohnerinnen und Bewohnern bestens aufgenommen.

„Die Menschen waren überaus freundlich und haben uns mit offenen Armen empfangen“, erklärte Oberstabsgefreiter Eric Pfeifer am Rande der Verabschiedung. Für ihn war der Dienst in den Pflegeeinrichtungen eine ganz neue Lebenserfahrung. „Es ist schon etwas Besonders, mit Leuten in Kontakt zu kommen, mit denen man im Normalfall vielleicht gar nicht so viel zu tun hat“, schilderte der Soldat seine Eindrücke. Beindruckt hatte ihn auch die Dankbarkeit der Bewohnerinnen und Bewohner. „Die hat nie abgenommen. Wir haben sogar selbstgemalte Bilder und kleine Geschenke von den Menschen bekommen, waren immer bestens versorgt. Nach einer Weile kannte man sich einfach.“ Fest steht für den Bundeswehrsoldaten, dass er die Aufgabe gemeinsam mit seinen Kameraden gerne übernommen hat. „Ich würde das immer wieder tun und so meinen Beitrag leisten, die Corona-Pandemie in den Griff zu bekommen.“

Informationen zum Corona-Virus im Landkreis Lüneburg gibt es unter www.landkreis-lueneburg.de/corona.

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