"Maßnahmen nicht hart genug" - Weitere Corona-Auflagen beschlossen

Politik Von Redaktion | am Mi., 14.10.2020 - 21:31

BERLIN. "Die Ansagen von uns sind nicht hart genug, um das Unheil von uns abzuwenden", kritisiert Angela Merkel die laufende Ministerpräsidentenkonferenz laut tagesschau.de. Folgende Corona-Maßnahmen sollen bereits beschlossen worden sein. Diese sollen "in besonders schwer betroffenen Regionen gelten", wie vorab bekannt wurde. 

So sollen voraussichtlich in so genannten "Hotspots" künftig private Feiern auf maximal zehn Teilnehmer und zwei Hausstände begrenzt werden. Als Hotspot zählt, wenn 50 "Neuinfektionen" pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche ermittelt werden, also 0,05 %. Ob die Zahl zuverlässig ist oder wieviele tatsächlich erkrankt sind, spielt bei der Definition keine Rolle. Die Fehlerquote liegt örtlich bei bis zu 30 Prozent und  mehr.

Außerdem wurde eine Sperrstunde um 23 Uhr für die Gastronomie beschlossen. Auch diese soll in Städten und Regionen gelten, in denen die o.g. Marke überschritten wird. Bereits ab 35 "Neuinfektionen" je 100.000 Einwohner soll die Maskenpflicht überall gelten, wo Menschen "dichter beziehungsweise länger zusammenkommen". Ab einem so genannten Inzidenzwert von mehr als 50 sollen sich künftig maximal zehn Personen im öffentlichen Raum treffen dürfen. 

Beim umstrittenen Beherbergungsverboten zeichnete sich offenbar keine einheitliche Linie ab. Die Entscheidung wurde nach Medienberichten bis zum 8. November vertagt.