Mehr Planungssicherheit für Tageseltern durch Kreistagsbeschluss

Politik Von Extern | am Fr., 22.05.2020 - 19:23

LÜNEBURG. In der aktuellen Corona-Pandemie erhalten Tageseltern im Landkreis Lüneburg zusätzliche Unterstützung und finanzielle Planungssicherheit. In seiner jüngsten Sitzung am Montag hat der Kreistag die geänderte Satzung zur Förderung der Kindertagespflege beschlossen, wie die Kreisverwaltung jetzt mitteilt. Die neue Fassung ist um einen wesentlichen Punkt ergänzt. Bei außergewöhnlichen Ereignissen wie der derzeitigen Situation bekommen die Betreuungspersonen nun weitere Ausfallzeiten von höchstens vier Wochen. Dadurch will die Politik die Folgen des Corona-Shutdowns abmildern und Tageseltern unter die Arme greifen.  

Hintergrund: Um zu verhindern, dass sich das Virus weiter ausbreitet, waren die Tagespflegeeinrichtungen zuletzt wochenlang geschlossen. Während dieser Zeit mussten die Tagesmütter und -väter zum Teil sämtliche bezahlte Urlaubs- und Krankheitstage aufbrauchen. Aus diesem Grund befürchteten die Betroffenen, dass sie bei Krankheit im laufenden Jahr in finanzielle Not geraten könnten. Mit der Entscheidung des Kreistages haben sie Anspruch auf Weiterbezahlung. Eine zweite Satzungsänderung, die mit dem Kreistagsbeschluss Gültigkeit besitzt, ist unabhängig von der Corona-Situation: Ab sofort werden Tageseltern auch dann voll weiterbezahlt, wenn ein Kind aus ihrer Gruppe aufgrund von Krankheit oder Urlaub fehlt.

„Tagesmütter und -väter leisten einen unersetzlichen Beitrag bei der Betreuung von Kindern im Krippenalter“, betont Yvonne Hobro, Leiterin des Fachbereichs Soziales beim Landkreis Lüneburg. „Sie helfen uns, unserem Betreuungsauftrag nachzukommen. Deshalb haben wir als Verwaltung vorgeschlagen, die Kindertagespflege abzusichern.“ Alle öffentlichen Unterlagen zum Kreistag und zu den Ausschüssen gibt es unter www.landkreis-lueneburg.de/kreistag.