Arbeitsmarkt im November: Mit niedriger Quote in die Wintermonate

Wirtschaft Von Extern | am Fr., 29.11.2019 - 20:13

Im November waren bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern im Bezirk der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen 13.652 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenzahl nahm gegenüber Oktober um 82 Personen (0,6 Prozent) ab. Im Vergleich zu November 2018 verringerte sich die Arbeitslosigkeit um 95 Personen (0,7 Prozent). Die Arbeitslosenquote lag mit 4,4 Prozent unter dem Vormonats- und Vorjahresniveau (4,5 Prozent). 

Die Arbeitslosigkeit ist nochmals leicht gesunken und geht auf einem niedrigen Niveau in die nun folgenden Wintermonate. Die kalte Jahreszeit ist traditionell durch höhere Arbeitslosenzahlen geprägt sind. „Die zuletzt verhaltenen Konjunkturaussichten lassen Unternehmen auf Sicht fahren“, führt Kerstin Kuechler-Kakoschke, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen, aus. „Wir beobachten jedoch gleichzeitig, dass sich die Arbeitskräftenachfrage zum Teil von der Konjunktur abgekoppelt hat“. Beispielhaft nennt sie hier das Dienstleistungsgewerbe sowie den Pflege- und Gesundheitsbereich, die nach wie vor insbesondere Fachkräfte suchen.

Unternehmen, die aus konjunkturellen oder saisonalen (witterungsbedingten) Gründen von einem Auftragsrückgang betroffen sind, rät die Arbeitsmarktexpertin, Kurzarbeit anzuzeigen. „Gerade im Winter kann das Kurzarbeitergeld als eine Art Frostschutz für den Arbeitsmarkt wirken“, so Kuechler-Kakoschke, „Der Vorteil für die Betriebe besteht darin, dass sie ihre Fachkräfte halten können und nicht freisetzen müssen und dann bei einer besseren Auftragslage wieder durchstarten können“. Kurzarbeit kann online angezeigt und beantragt werden. Den Kontakt können Unternehmen auch über den Arbeitsgeber-Service unter der kostenfreien Rufnummer 0800 4 5555 20 herstellen.

Unter den 5.260 Stellenangeboten befanden sich 1.023 Stellen, die im Monatsverlauf neu hinzukamen. Damit verringerten sich die so genannten Stellenzugänge gegenüber Oktober um 77 Stellen (7,0 Prozent), verzeichneten jedoch ein Plus im Vorjahresvergleich um fünf Stellen (0,5 Prozent). Die meisten Stellenzugänge kamen aus den Bereichen Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (261 Stellen, darunter: Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften mit 223 Stellen), Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz (153 Stellen), Gesundheits- und Sozialwesen (106 Stellen), Baugewerbe (101 Stellen) sowie Verarbeitendes Gewerbe (89 Stellen).