"Schockanruferin" scheitert dank aufmerksamen Zeugen

Polizei + Feuerwehr Von Extern | am Fr., 15.01.2021 - 16:18

ADENDORF. Gestern Vormittag erhielt eine 65-Jährige einen sogenannten Schockanruf. Eine Betrügerin gab sich ihr gegenüber als ihre Tochter aus und übergab das Gespräch dann an eine angebliche Polizistin. Diese erzählte der 65-Jährigen von einem schweren Unfall, den die Tochter angeblich verursacht hätte, und dass diese nun mehrere zehntausend Euro benötigen würde. Sowohl der Lebensgefährte der Angerufenen wurde sofort misstrauisch, aber auch die die Angestellten der Bank, bei welcher die 65-Jährige in Folge anrief. Letztendlich konnte die 65-Jährige davon überzeugt werden, dass es sich bei den Anrufern um Betrüger handelte, so dass es nicht zu einer Geldübergabe kam.

Die Polizei rät:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer am Telefon nicht selber mit Namen melden. Raten Sie nicht, wer anruft, sondern fordern Sie Anrufer grundsätzlich dazu auf, ihren Namen selbst zu nennen.
  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann.
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen preis. Lassen Sie sich nicht drängen und unter Druck setzen. Nehmen Sie sich Zeit, um die Angaben des Anrufers zu überprüfen. Rufen Sie die jeweilige Person unter der Ihnen lange bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.
  • Wenn ein Anrufer Geld oder andere Wertsachen von Ihnen fordert: Besprechen Sie dies mit Familienangehörigen oder anderen, Ihnen nahestehende Personen.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an unbekannte Personen.
  • Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, informieren Sie unverzüglich die Polizei unter der Nummer 110.

Sind Sie bereits Opfer eines Enkeltricks geworden, zeigen Sie die Tat unbedingt bei der Polizei an. Dies kann der Polizei helfen, Zusammenhänge zu erkennen, andere Personen entsprechend zu sensibilisieren und die Täter zu überführen.

Lassen Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch abkürzen (aus Herta Schmidt wird beispielsweise H. Schmidt). So können die Täter Sie gar nicht mehr ausfindig machen. Zum Ändern eines Telefonbucheintrags wenden Sie sich an die Telekom.