Taschendiebstahl in der Innenstadt - Fünf Taten wurden gestern angezeigt

Polizei + Feuerwehr Von Extern | am Fr., 29.11.2019 - 19:26

LÜNEBURG. Vor Taschendiebststählen warnt die Polizei in der Region. Am gestrigen 28.11.19 wurden insgesamt fünf Personen Opfer in der Lüneburger Innenstadt beim Einkaufen oder Weihnachtsbummel. Betroffen waren dabei gegen 11:30 Uhr eine 79-Jährige in einem Geschäft Am Sande, eine 78-Jährige gegen 13:30 Uhr auf dem Weihnachtsmarkt Am Markt, eine 47-Jährige gegen 14:00 Uhr beim Bummeln in der Große Bäckerstraße sowie zwei 82 und 88-Jährige gegen 13:30 Uhr in der Innenstadt. Hinweise nimmt die Polizei Lüneburg, Tel. 04131-8306-2215, entgegen.

Die Polizei warnt insbesondere zur Vorweihnachtszeit vor "Langfingern" und gibt nützliche Verhaltenstipps:

   - Nehmen Sie bei einem Besuch des Weihnachtsmarkts nur so viel Bargeld mit, wie Sie tatsächlich benötigen 
   - Führen Sie Geld, Papiere und andere Wertsachen in Brustbeuteln oder Gürteltaschen mit. Benutzen Sie ansonsten möglichst                verschlossene Innentaschen. 
   - Schließen Sie stets Ihre Handtasche und klemmen Sie diese mit der Verschlussseite zum Körper unter den Arm. 
   - Gewähren Sie keine Einblicke in Ihre Geldbörse oder Brieftasche. Nehmen Sie nur so viel Bargeld mit, wie Sie benötigen und 
     bewahren Sie Ihre Scheckkarte getrennt davon auf. 
   - Seien Sie besonders aufmerksam, wenn Sie in Menschenansammlungen oder im Gedränge unterwegs sind. Mit einem raschen             und  unbemerkten Griff können die Täter an Ihr Geld oder Ihre Wertsachen gelangen. 
   - Die "Langfinger" treten häufig im Team auf - einer der Täter lenkt das Opfer ab oder verdeckt das Tatgeschehen, ein anderer 
     beschafft die Beute, ein weiterer übernimmt diese und verschwindet damit. Beliebte Tricks sind auch das bewusste Anrempeln oder       das Herbeiführen eines künstlichen Gedränges. Absichtliches Beschmutzen der Kleidung und die vermeintliche Hilfe beim Säubern       sowie ein fingiertes Erfragen von Auskünften sind ebenfalls gängige Ablenkungsmanöver der Kriminellen - seien Sie daher in                 derartigen Situationen stets wachsam und misstrauisch. 
   - Sollten Ihnen Zahlungskarten abhandengekommen sein, lassen Sie  diese sofort für den weiteren Gebrauch sperren, am besten 
     telefonisch über den bundesweiten Sperr-Notruf 116 116. 

o gehen die Täter häufig vor: Beliebt ist zum Beispiel der Drängel-Trick, gerade in den engen Gassen zwischen den Weihnachtsmarktständen. Ein Dieb rückt unangenehm dicht an das Opfer heran, bis es sich ärgerlich abwendet und dadurch eine umgehängte Tasche oder die in der Manteltasche befindliche Geldbörse quasi "griffbereit" anbietet. Innerhalb von nur wenigen Sekunden sind Brieftasche, Kreditkarten oder das Handy verschwunden. Eine weitere immer wieder erfolgreiche Masche der Diebe ist, die Kleidung des potenziellen Opfers angeblich "versehentlich" mit Ketchup, Senf oder einer Flüssigkeit zu beschmutzen, um durch den anschließenden Reinigungsversuch vom Diebstahl der Wertsachen abzulenken. Wenn Sie bestohlen wurden, melden Sie den Vorfall direkt an die Polizei!

Polizeiliche Präsenz

Die Polizei in der Region wird in den nächsten Wochen uniformiert wie auch in zivil in den gut besuchten Innenstädten und den Weihnachtsmärkten präsent sein und dabei mögliche Tätergruppen ins Visier nehmen. Parallel werden die Beamten auch möglicherweise die Besucher der Weihnachtsmärkte auf potentielle Gefahren ("Ihre Handtasche ist geöffnet!") ansprechen.