Wasserstoffwirtschaft: Landkreis Lüneburg sieht sich als Vorreiter

Wirtschaft Von Extern | am Mi., 09.09.2020 - 19:48

LÜNEBURG. Gemeinsam mit der Region Nordostniedersachsen macht sich der Landkreis Lüneburg auf den Weg zur Modellregion für Wasserstoffwirtschaft. Wichtiges Instrument dafür ist das vom Land Niedersachsen geförderte Regionalmanagement, das jetzt seine Arbeit aufgenommen hat. Seine Aufgabe ist es, die Aktivitäten aller Projektbeteiligten zu bündeln und zu koordinieren. Zu dem Wasserstoffnetzwerk gehören elf Landkreise im Amtsbezirk Lüneburg.  

Nach europaweiter Ausschreibung wurden zum 1. September die Unternehmen Meyer Consulting (MCON) aus Oldenburg und das Transferzentrum Elbe-Weser (TZEW) mit der Durchführung des Regionalmanagements beauftragt. Beide Unternehmen haben langjährige Erfahrungen in der Arbeit mit den örtlichen Kommunen und den hiesigen Unternehmen, wie die Kreisverwaltung mitteilt. Die Finanzierung des Regionalmanagements erfolgt zu 75 Prozent durch das Land Niedersachsen und zu 25 Prozent durch die elf Landkreise. „Wir alle wollen gemeinsam Vorbild und Vorreiter beim Thema Wasserstoffwirtschaft sein“, betont Landrat Jens Böther. „Deswegen freue ich mich, dass wir nun mit konkreten Schritten voranschreiten.“ Auch die Landesbeauftragte für regionale Entwicklung in Nordostniedersachsen Monika Scherf begrüßt das große Engagement: „Nach einer langen und intensiven Planungsphase sind wir jetzt gut aufgestellt, um erste Projekte umzusetzen. Unsere Arbeit gewinnt damit große Dynamik, und mit noch mehr Manpower und einer professionellen Struktur können wir nun richtig loslegen.“

Für die Projektleiter des Regionalmanagements Dr. Daniel Kipp (MCON) und Stellvertreter Arne Engelke-Denker (TZEW) steht der Kontakt mit den Unternehmen an erster Stelle. Sie wollen vor Ort beraten, Projekte initiieren und Fördermittel in die Region holen: „Wir wollen Treiber und Kümmerer sein!“ Das Regionalmanagement nimmt zu einem entscheidenden Zeitpunkt seine Arbeit auf. Sowohl das Land Niedersachsen als auch der Bund fördern aktuell Projekte zu alternativen Antriebsarten mit hohen Beträgen – dabei spielt die Nutzung von Wasserstoff in Brennstoffzellen eine zentrale Rolle. Auch die EU wird in der neuen Förderperiode einen Schwerpunkt auf erneuerbare Energien legen. Eine große Chance, um mit klugen und innovativen Ideen die Region Nordostniedersachsen als Wasserstoff-Modellregion zu profilieren.